Musiktradition des Hauses Schönburg

Sophie Fürstin von Albanien, Prinzessin zu Wied, Prinzessin von Schönburg-Waldenburg

Bereits Hugo III. von Schönburg (1581-1644) gründete auf Schloß Waldenburg ein leistungsfähiges Hoforchester. Listen kostbarer Instrumente und anspruchsvoller Notenliteratur belegen seine musische Neigung.

Otto Carl Friedrich Fürst von Schönburg (1758-1800) setzte die Tradition seines Ahnherren fort. Der weitgereiste, aufgeklärte Humanist musizierte selbst mit Familienangehörigen und angestellten Musikern in seinem Hausorchester. Maler wie Anton Graff, Christian Leberecht Vogel und Johann Christian Klengel, Komponisten wie Johann Ladislaus Dussek, Literaten wie Heinrich von Kleist und Johann Wolfgang von Goethe zählten zu den persönlichen Bekannten des Fürstenhauses.

Otto Carl Friedrichs Sohn Heinrich Eduard (1787-1872) war Mitbegründer und Präsident des Vereins der Wiener Musikfreunde; Robert Schumann wurde durch dessen Frau, Fürstin Louise, nach Wien gerufen.

Günther Fürst von Schönburg (1887-1960) veranstaltete bis 1945 etwa 300 öffentliche Konzerte im Blauen Saal des Schlosses Waldenburg. Oft waren Solisten der Sächsischen Staatskapelle Dresden ausführende Musiker. Günther Ramin und Fritz Busch waren Freunde des Hauses. Die hochkarätigen Konzerte des Fürsten nahmen einen führenden Platz im deutschen Konzertleben ein. Die Schwester des Fürsten, Sophie von Albanien (1885-1936), war als Gründerin des Liszt-Bundes eine enge Bekannte und begeisterte Förderin von Musikern wie Engelbert Humperdink, Max Reger, Siegfried Wagner, Charles Marie Widor und Geroge Enescu.

Territorium
17. Jahrhundert - Hugo III. von Schönburg-Waldenburg (1581-1644)
18. Jahrhundert - Otto Carl Friedrich Fürst von Schönburg (1758-1800)
19. Jahrhundert - Entwicklung unter den Söhnen des Fürsten
20. Jahrhundert - Günther Fürst von Schönburg-Waldenburg (1887-1960)