Plakat Museum Waldenburg

Plakat

Das NATURALIENKABINETT WALDENBURG geht auf die Sammlung der Leipziger Apothekerfamilie Linck zurück, die um 1670 als naturwissenschaftliche Universalsammlung begonnen und in den späteren Jahrzehnten auch zu einer beeindruckenden Raritätenkollektion ausgebaut wurde. Diese ca. 8000 Exponate umfassende Sammlung wurde von Otto Victor Fürst von Schönburg-Waldenburg 1840 erworben, mit weiteren naturwissenschaftlichen Sammlungen ergänzt und in einem 1844 errichteten Museumsbau der öffentlichkeit zugänglich gemacht, um "Aufklärung und Intelligenz zu vermehren und Anregung für die Geschichte der Naturwissenschaften zu bieten".
Bereits 1933 erkannte der Urenkel des Gründers, Günther Fürst von Schönburg-Waldenburg, welch herausragende Bedeutung die Tatsache hatte, dass das Kabinett niemals einer wissenschaftlichen Neugliederung und Aufteilung in einzelne Disziplinen unterzogen worden war. Den Charakter des "Museums im Museum" wollte er bewusst wahren und ließ eine überarbeitung der Sammlung in der Aufstellungsweise von 1844 erfolgen, in welcher sich das Naturalienkabinett noch heute zeigt.

Der ARTIS CAUSA e.V. Schloss Waldenburg nahm sich gern der Idee an, unterstützt durch den Freundeskreis der Kultur-Stiftung der Länder, dem Naturalienkabinett ein neues Plakat zu überreichen, da das vorhergehende bereits 15 Jahre alt geworden war.
Beim Entwurf des Plakates sollte zum Einen eine klare Struktur geschaffen werden, wie man sie von Darstellungen der Raritäten-Kabinettschränke der Zeit der Gründung dieser Sammlung kennt. Zum Anderen sollte die enorme Vielseitigkeit angesprochen sein, obgleich natürlich nicht alle Gebiete Eingang finden konnten. Das Schriftbild musste so klar und knapp als möglich ausfallen. Daher wurde eine streng geometrische Teilung in jeweils fünf auf drei Quadrate vorgenommen, welche neben dem Schriftzug im unteren Drittel insgesamt elf die Sammlung repräsentierende Exponate und einen Durchblick in die Ausstellung zeigen. Diese wurden in Anlehnung an die Renaissancemalerei auf dunklen Grund gelegt. Das Rahmenwerk und die Schrift wurden mit einer Goldrasterung unterlegt, welche eine Vergrößerung der Reflexionsfläche des Brennspiegels von Andreas Gärtner aus der Sammlung ist.

Das Konzept des neuen Plakates kann auch für Sonderausstellungen genutzt werden, indem z.B. vier oder neun der Quadrate zu einem größeren zusammengefasst werden für die Darstellung spezieller Bilder. Weiterhin ist es möglich, aus dem Format ein Faltblatt zu entwickeln, oder ganz einfach später einmal im gleichen Raster andere außergewöhnliche Stücke des Naturalienkabinetts vorzustellen. Der ARTIS CAUSA e.V. hofft, das dieses Plakat weite Verbreitung finden möge und interessierte Besucher auf die Sammlung aufmerksam macht.