Veranstaltungsdetails

Sun, 19. March 2006 - 17:00 Uhr: Schlosskapelle Waldenburg
Christian Wetzel / Oboe, Ib Hausmann / Klarinette, Frank Forst / Fagott

KONZERT FÜR TRIO D’ANCHES
Werke von Darius Milhaud, Erwin Schulhoff, Sandor Veress u.a.

Programm:

Darius Milhaud (1892-1974): SUITE D'APRÉS CORRETTE op. 161 b
Entrée et Rondeau / Tambourin / Musette / Sérénade / Fanfare / Rondeau / Menuets / Le Coucou

Sandor Veress (1907-1992): SONATINA per oboe clarinetto e fagotto
Allegro giocoso / Andante / Grave-Allegrissimo

Iša Krejčí (1904-1968): TRIO-DIVERTIMANTO pro oboe, clarinett a fagot
I. Introdukce / II. Choral / III. Scherzino / IV. Rondino

Wolfgang Mozart (1756-1791): DOUZE VARIATIONS sur "Ah! vous dirai-je maman"
Transcription Laurent Hacquard

Alexandre Tansman (1897-1986): SUITE POUR TRIO D’ANCHES
I. Dialogue / II. Scherzino / III. Aria / IV. Finale

Erwin Schulhoff (1894-1942): DIVERTISSEMENT
Ouvertüre / Burlesca / Romanzero / Charleston / Tema con Variazioni e fugato / Florida / Rondino-Finale

Ib Hausmann
Ib Hausmann, der neben der klassischen Klarinette auch Es-Klarinette, Bassklarinette und Bassetthorn spielt, studierte bei Ewald Koch in Berlin und bei dem Pianisten des Beaux Art Trios, Menahem Pressler in Banff (Kanada). Auch der Klarinettist Eduard Brunner und der Komponist György Kurtág haben seine künstlerische Entwicklung entscheidend geprägt.
Der Erste Preisträger Internationaler Musikwettbewerbe - u.a. beim Rundfunkwettbewerb TIJI der UNESCO - konzertierte in den bedeutenden Musikzentren der Welt (Mailänder „Scala“, Buenos Aires (Teatro Colon), Paris (Ch?telet) Amsterdam „Concertgebouw“, in der Berliner Philharmonie und im Wiener Konzerthaus).
Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Veronika und Clemens Hagen, Dénes Várjon, Robert Levin, Lars Vogt und Tabea Zimmermann, Streichquartette, wie das: Vogler-, Petersen-, Pellegrini-, Auryn- und das Hagen-Quartett.
Mit dem Geiger Lukas Hagen gründete er das Ensemble "Serapion". Ebenso gehört er dem „Thetys-Trio“ (mit dem Cellisten Bruno Weinmeister und dem Pianisten Jan Gottlieb Jiracek) und den "ClariNetWorks" (zeitgenössische Musik) an.
Für seine erste CD (Musik von Berthold Goldschmidt) mit dem Mandelring-Quartett erhielt er den "Preis der Deutschen Schallplattenkritik".
Als Weltersteinspielung erschien 1994 „Clarinet and String Quartet“ von Morton Feldman, weitere Aufnahmen mit Musik von Earle Brown und Paul Bowles. Eine CD mit Werken von Schumann, Berg und Brahms spielte er mit dem Pianisten Frank-Immo Zichner ein. Das Gesamtwerk für Klarinette und Klavier von Max Reger (mit Nina Tichman) erschien bei Hänssler Classic und erhielt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik Bestenliste 4/2001.
Bei EMI ist 2002 eine „live“ Festival CD erschienen zusammen mit Tabea Zimmermann, Daniel Hope, Lars Vogt u.a..
1996 legte Ib Hausmann seine erste Komposition mit dem Titel "Ohnung" vor.
Im November 2000 debütierte Ib Hausmann als Solist im Wiener Musikvereinssaal mit dem Minnesota Symphony Orchestra.
Seit zwei Jahren ist er der künstlerischer Leiter der Kammermusikreihe in Königstein am Taunus.
Für das Jahr 2002 standen u.a. Konzerte mit Klaus Maria Brandauer, Daniel Hope, Sergej Nakariakov, den Jazzpianisten Uri Caine und Kenny Werner, sowie eine Tournee mit dem Vogler-Quartett (Irland) und dem Hagen-Quartett auf dem Programm (Wien, Düsseldorf u.a.).
Konzerte u.a. beim Schleswig Holstein Musikfestival, Ludwigsburger Festspiele, Feldkirch-Musikfestival, bei der Schubertiade Schwarzenberg, dem Musikfestival in Maribor (mit Boris Pergamenschikow und Radovan Vlatcović), Mozart-Klarinettenkonzert auf Schloß Esterházy mit der Wiener Akademie u.v.m.


"Ib Hausmann zählt ohne Zweifel zu den führenden europäischen Klarinettisten. Man möchte Hausmann als einen Meistersinger bezeichnen, der den blauen Ton beherrscht und den gelben und den zarten sowieso, und tatsächlich schingt in seinem Spiel bei aller Kantabilität stets ein Moment von Sprache, eben von Mitteilung mit."
Norbert Ely, Deutschlandfunk

Frank Forst
Frank Forst wurde 1969 in Aalen geboren und erhielt dort mit elf Jahren seinen ersten Fagottunterricht. Bereits ein Jahr später wurde er bis 1989 Privatschüler von Gerhard Hase in Stuttgart. Während dieser Zeit gewann er 1987 den ersten Bundespreis beim Wettbewerb "Jugend musiziert" und war Mitglied des Landesjugendorchesters Baden-Württemberg.

1989 - 1992 folgte ein Studium an der Musikhochschule Hannover bei Prof. Klaus Thunemann.

1991 wurde Frank Forst Preisträger des internationalen Musikwettbewerbs "Prager Frühling" und Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs mit anschließender Aufnahme in die Bundesauswahl "Konzerte junger Künstler". Von 1990 - 1992 war er ausserdem Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie.1992 wurde er als Solofagottist an das Berliner Sinfonie-Orchester verpflichtet und 1997 begann zusätzlich eine regelmäßige Zusammenarbeit mit der Camerata Salzburg.
Die dortige Orchesterarbeit füllt bis heute einen großen Teil seiner
Konzerttätigkeit aus.

1996 übernahm er einen Lehrauftrag an der Musikhochschule "Hanns Eisler", Berlin als Assistent von Prof. Klaus Thunemann und zum Wintersemester 2002/03 eine eigene Fagottklasse an der Musikhochschule "Franz Liszt", Weimar.
Mit Beginn des Wintersemesters 2003/04 wurde er dort zum Professor berufen.

Frank Forst ist unter anderem als Solist mit Orchestern wie dem Berliner Sinfonie-Orchester, dem Philharmonischen Orchester Bremen, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, der Nordwestdeutschen Philharmonie, der Camerata Salzburg und dem Neuen Berliner Kammerorchester aufgetreten.

Im Jahr 2004 gründete er gemeinsam mit der Pianistin Birgitta Wollenweber und
anderen herausragenden Musikern das Solisten-Ensemble Berlin.

Christian Wetzel
Christian Wetzel wurde in Bonn/Deutschland geboren und begann als 12-jähriger mit dem Oboenspiel.
Nach meheren ersten Preisen beim nationalen Jugenwettbewerb "Jugend Musiziert" studierte er an der Musikhochschule Hannover bei Prof. Ingo Goritzki.
Als Student wurde er in die "Studienstiftung des Deutschen Volkes" aufgenommen und spielte drei jahre als Solooboist im "Jugendorchester der Europäischen Gemeinschaft" (EUYO) unter Claudio Abbado.
Als Oboist des im Jahre 1986 gegründeten "Ma`alot Quintetts" gewann Christian Wetzel zahlreiche erste Preise bei bedeutenden internationalen Kammermusikwettbewerben, so unter anderem beim ARD Wettbewerb in München 1989. Es folgten Einladungen zu fast allen Rundfunkanstalten Deutschlands und zu vielen internationalen Festivals .
1988 erhielt er die Position des Solooboisten im Nationaltheater -Orchester von Mannheim, die er bis 1997 ausfüllte.
In diesem Jahr wurde er mit 33 Jahren als jüngster Oboenprofessor Deutschlands an die Musikhochschule Leipzig "Felix Mendelssohn Bartholdy" berufen und unterrichtet dort seitdem eine internationale Klasse. Im In- und Ausland gibt er zahlreiche Meister- und Kammermusikkurse und ist regelmäßiger Gastdozent an so bekannten europäischen Musikhochschulen wie etwa die "Royal Academy of Music" in London.
Neben seiner Tätigkeit mit dem "Ma`alot Quintett" und vielen anderen Ensembles ist Christian Wetzel auch als Solist Gast bei zahlreichen internationalen Festivals. Seine Kammermusikpartner waren Musikerpersönlichkeiten wie etwa Heinz Holliger, Ingo Goritzki, Tabea Zimmermann, Lars Vogt und Sergio Azzolini.
Besonders verpflichtet fühlt sich der Musiker der "Neuen Musik". Zahlreiche Erstaufführungen sind das Ergebnis enger Zusammenarbeit mit vielen zeitgenössischen Komponisten.