Veranstaltungsdetails

Sun, 03. December 2006 - 17:00 Uhr: Schlosskapelle Waldenburg
Gerd Lünenbürger / Flöten, Christiane Gagelmann / Barockvioline, Barbara Reiter / Barockcello, Matthias Grünert / Cembalo

WEIHNACHTSKONZERT
Triosonaten des 17. und 18. Jahrhunderts

Programm:

GIUSEPPE TORELLI (1658-1709): Sinfonia a tre, op.V, Nr.1
Presto - Adagio - Allegro - Largo - Allegro

GIOVANNI LEGRENZI (1626-1690): Sonata quarta a tre
Adagio - Allegro - Presto

JOHANN ROSENMÜLLER (1619-1684): Sonata Nr. V a 3
Grave - Largo - Adagio - Presto - Adagio

ARCANGELO CORELLI (1653-1713): Sonata IV, op.V, Rom 1700
Adagio - Allegro - Adagio - Allegro

GIUSEPPE TORELLI: Sinfonia a tre, op.V, Nr.5
Vivace - Allegro - Adagio - Allegro

JOHANN SEBASTIAN BACH (1685-1750): Triosonate in G-Dur, BWV 1038
Largo - Vivace - Adagio - Presto

JOHANN GEORG PISENDEL (1687-1755): Sonate in e-moll für Violine und Basso continuo
Largo - Moderato - Scherzando

GEORG PHILIPP TELEMANN (1681-1767): Triosonate in g-moll
Soave ma non adagio - Vivace - Largo - Allegro

Chistiane Gagelmann
Christiane Gagelmann stammt aus Süddeutschland und lebt nunmehr in der idyllischen Nähe Waldenburgs. Sie studierte in Lübeck, Freiburg, am Mozarteum Salzburg und an der Universität der Künste Berlin. Dort Konzertexamen im Fach Barockvioline mit Auszeichnung. Ihre Festanstellung beim Folkwang Kammerorchester Essen gab sie auf, um sich ganz der Alten Musik zu widmen. Ihrem Können auf der Barockgeige steht ihr Talent, Zwillingserziehung, Babypflege, Katze, Altbausanierung, Unkrautgestaltung und Ehegatte zu vereinbaren, in nichts nach.

Barbara Reiter
Die aus Österreich stammende Barbara Reiter begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von acht Jahren. Am Linzer Brucknerkonservatorium studierte sie schließlich Violoncello bei Professor Michael Dallinger. Ihr Studium schloss Barbara mit Auszeichnung ab. Ihre Liebe zur Barockmusik ließ sie vorerst zur Viola da Gamba (mit José Vazquez an der Wiener Musikhochschule) und dann zum Barockcello greifen - was zur Begegnung mit Catharina Meints führte, bei der sie von Herbst 2000 bis Sommer 2002 am Conservatory of Music in Oberlin (USA) Barockcello studierte. Im Mai 2002 schloss Barbara Reiter das Postgraduate Studium dank eines Voll-Stipendiums des Oberlin Conservatory mit dem Artist Diploma ab. Barbara Reiter wurde in den vergangenen Jahren von verschiedensten Ensembles und Orchestern eingeladen, mitzuwirken. Als Solistin und vor allem als Barockmusikerin konzertierte sie in bedeutenden Orchestern und Ensembles wie z.B. Apollo´s Fire (The Cleveland Baroque Orchestra), Dresdner Barockorchester, Lauttencompagney Berlin, Wiener Akakdemie, L´Orfeo, Haydn Akademie, Batzdorfer Hofkapelle, Sweelinck Players (London), Musical & Amicable Society (England), Ensemble Barucco, chordae freybergensis, Cellivio, Brucknerorchester Linz und andere. Mit dem European Union Baroque Orchestra (EUBO) unter dem Dirigenten Roy Goodman unternahm Barbara in der Saison 2001 ausgedehnte Konzerttourneen durch ganz Europa. Aus dieser Zeit nahm Barbara viele Freunde mit. Freunde, mit denen sie im Frühjahr 2002 das paneuropäische Barockensemble “Bizzaries” gründete, welches seither Konzerte in Nordamerika, England, Deutschland, Tschechien und Österreich gab und gibt. 2003 war das Ensemble Finalist der EMN International Young Artists Competition. Barbaras große Leidenschaft - das Continuo-Spiel – führte zur Mitwirkung bei der Oper "Le Pouvoir de l’Amour" von J.N.P.Royer, einer Erstaufführung seit dem Jahr 1745. "Standout solo playing!" schrieb das Wall Street Journal. Zahlreiche Aufnahmen - sowohl CD-Produktionen die unter den Labels Raumklang, Carus, Koch International Records und ORF erschienen sind - als auch Radioproduktionen für den ORF, NDR, WDR und die BBC. Seit 2004 hat sie regelmäßige Verpflichtungen am Dresdener Berockorchester, seit Herbst 2007 lebt und arbeitet Barbara in Den Haag.

Matthias Grünert
Matthias Grünert studierte in Bayreuth und Lübeck, wo er bereits während des Studiums Assistent am Dom war. Der Greizer St. Marienkirche widmete er in den Jahren bis 2004 seine vielseitige musikalische Energie, bevor er als erster Kantor an die Dresdener Frauenkirche berufen wurde, wo er seit 1. Januar 2005 wirkt. Er ist Preisträger zahlreicher Orgelwettbewerbe. Erstausgaben von kirchenmusikalischen Werken, Orgelbearbeitungen sowie umfangreiche CD-Aufnahmen runden seine künstlerische Tätigkeit ab.

Gerd Lünenbürger
Gerd Lünenbürger studierte Blockflöte in Wien, Amsterdam und Californien. Neben dem Bereich historischer Aufführungspraxis widmet er sich besonders zeitgenössischer Musik und ist Mitinitiator des „Workshop for Contemporary Music“ in Biel in der Schweiz. Bei zahlreichen Verpflichtungen ist er in Europa und den USA zu erleben. Gerd Lünenbürger hat eine Professur für Blockflöte an der Universität der Künste Berlin inne.