Veranstaltungsdetails

Fri, 11. June 2004 - 14:30 Uhr: Blauer Saal Schloss Waldenburg
Steven Isserlis, Violoncello

Eröffnungskonzert: 1. SHAFRAN FESTIVAL 2004 Waldenburg

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Biographie Daniil Shafran - Eine Legende auf dem Cello - incl. Versandkosten; (8,00 EUR/Stück)
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Programm:

Claude Debussy: Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll

Prologue - Serenade et Finale

Leoš Janácek: „Pohadka“ (Version von 1912)


Sergej Prokofjew: Sonate C-Dur op. 119
Andante grave - Moderato - Allegro ma non troppo

Steven Isserlis
Steven Isserlis ist ein Cellist, dessen Leidenschaft für die Musik alle konventionellen Grenzen überschreitet. Weltweit angesehen gleichermaßen für seine Musikalität wie für eine makellose Technik, überzeugt Steven Isserlis, wenn er sein Publikum in den Kreis seiner Kammermusikfreunde oder in ein Soloprogramm einführt, wenn er sich in historische Archive vergräbt, um mit einem vergessenen Juwel wieder aufzutauchen, oder auf den großen Konzertbühnen mit einigen der weltbesten Orchester und Dirigenten.
Konzertengagements haben Isserlis zu den berühmtesten Orchestern geführt, darunter die Boston, Atlanta, Detroit und London Symphony Orchestras, die Berliner und Rotterdamer Philharmoniker, die Tschechische Philharmonie und das Israel Philharmonic sowie das Philharmonia Orchestra London und Philadelphia Orchestra. Er arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Sakari Oramo, Sir Colin Davis, Ton Koopman und Christoph Eschenbach zusammen. Isserlis’ Interesse an der historischen Aufführungspraxis hat zu Aufführungen mit Originalklangensembles wie dem Orchestra of the Age of Enlightenment, der Academy of Ancient Music unter Christopher Hogwood oder dem L’Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herreweghe geführt. Höhepunkte der Saison 2002/2003 sind unter anderem sein Debut beim New York Philharmonic, Brittens Cello Symphony mit dem San Francisco Symphony unter Leitung des Widmungsträgers dieses Werks, Mstislaw Rostropowitsch, erneute Besuche beim NDR Hamburg, dem Deutschen Symphonieorchester Berlin, dem Australian Chamber Orchestra sowie eine Europatournee mit dem Ensemble La Stagione.
Die von Isserlis konzipierten Kammerkonzerte sind berühmt - nicht nur für ihre herausragende Qualität der Aufführung, sondern auch für Phantasie und Innovation der Programmgestaltung. In den vergangenen Spielzeiten haben Projekte wie eine "Tanejew und Freunde"-Reihe in der Londoner Wigmore Hall, ein Brahms-Zyklus bei den Salzburger Festspielen und ein Programm mit Werken von Brahms, Dvorak und Frühling in London, Berlin und Wien für besonderes Aufsehen gesorgt. Bei solchen Gelegenheiten gesellen sich Freunde und Kollegen wie Joshua Bell, Pamela Frank, Tabea Zimmermann, Stephen Hough und Mikhail Pletnev dazu. Daneben spielt Steven Isserlis regelmäßig auch Recitals in Europa, Nordamerika und Australien - Termine in dieser Saison gibt es dafür unter anderem in London, Cleveland, Montreal, Kopenhagen und Berlin.
Seine Einspielungen und die mit vielfachen Preisen geschmückte Diskographie spiegeln ein breites Interesse an vielfältigstem Repertoire wieder - zu den aktuellen Aufnahmen zählen Strauss’ Don Quixote mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Lorin Maazel und Saint-Saëns’ Cello-Konzert Nr. 2 mit dem NDR Sinfonieorchester und Christoph Eschenbach. Isserlis ist außerdem als Autor nicht nur der Booklettexte zu den meisten seiner Aufnahmen, sondern auch von einer Vielzahl von Artikeln für führende Zeitungen und Journale tätig. Seine für Kinder verfasste Geschichte der bedeutenden Komponisten, die unter dem Titel "Why Beethoven Threw the Stew" im Oktober 2001 bei Faber & Faber erschien, wurde von der englischen "Daily Mail" zum Kinderbuch des Monats gewählt und liegt aufgrund der großen Nachfrage bereits in seiner dritten Auflage vor. Eine japanische Ausgabe davon soll im Herbst 2002 erscheinen.
Sein großes Engagement für die Musikerziehung macht Isserlis zu einem gefragten Lehrer - so ist er Künstlerischer Leiter der Internationalen Meisterklasse und des Kammermusikforums IMS Prussia Cove und erhält regelmäßig Einladungen als Lehrer an bedeutende Akademien in den Vereinigten Staaten, Europa und Australien. Er hat eine Reihe von Werken für Faber Music und den Internet-Musikanbieter sheetmusicnow.com herausgegeben und arrangiert. In Anerkennung seiner musikalischen Verdienste erhielt er 1998 den Titel eines Commander of the Order of the British Empire. Er ist außerdem Ehrenmitglied der Royal Academy of Music und erhielt im Jahr 2000 den Schumann-Preis der Stadt Zwickau (Schumanns Geburtsstadt), zu dessen Trägern unter anderen Gilels, Masur, Richter und Fischer-Dieskau gehören. Bereits 1993 wurde ihm in den USA der Piatigorsky Award und in Großbritannien der Royal Philharmonic Society Award zuerkannt.
Die Nippon Music Foundation hat Steven Isserlis großzügig das Feuermann Stradivarius Violoncello von 1730 zur Verfügung gestellt.