Veranstaltungsdetails

Sun, 04. May 2008 - 17:00 Uhr: Blauer Saal
Kolja Lessing,
Violine, Klavier und Moderation

Werke von Enesco, Brahms, Reger, Telemann.

Programm:

George Enesco (1881-1955): Ménétrier (Dorfmusikant)
aus: Impressions d’enfance op. 28 für Violine solo (1940)

Adolf Busch (1891-1952): Sonate D-Dur für Violine solo (1908)
Allegro moderato
Andante sostenuto
Rondo. Allegretto

Max Reger (1873-1916): Präludium und Fuge d-moll op. 117 Nr. 6 für Violine solo (1912)
- Adolf Busch gewidmet -



Georg Philipp Telemann (1681-1767): aus den: 12 Fantasien für Violine ohne Bass (1735)

Nr. 4 D-Dur
Nr. 5 A-Dur
Nr. 9 h-moll
Nr. 10 D-Dur

Johannes Brahms (1833-1897): 3 Intermezzi für Klavier op. 117 (1892)


Max Reger (1873-1916): 2 Gedenkstücke für Johannes Brahms (1898)
Resignation op. 26 Nr. 5 für Klavier
(3. April 1897, Todestag Brahms’)

Phapsodie op. 24. Nr. 6 für Klavier
(Den Manen J. Brahms’)

Kolja Lessing
Kolja Lessing, einer der vielseitigsten Musiker unserer Zeit, hat als Geiger und Pianist durch seine Verbindung von interpretatorischer und wissenschaftlicher Arbeit dem Musikleben prägende Impulse verliehen.
Durch seinen Einsatz wurden z. B. Georg Philipp Telemanns Violinfantasien und Johann Paul Westhoffs Violinsuiten ebenso für den Konzertsaal wiederentdeckt wie auch viele bedeutende Klavierwerke von Komponisten des 20. Jahrhunderts. Neben Philipp Jarnach sind hier vor allem die Schreker-Schüler Berthold Goldschmidt, Felix Petyrek, Karol Rathaus, Ignace Strasfogel und Grete von Zieritz zu nennen. International ausgezeichnete CD-Produktionen, die u.a. bei DECCA, CAPRICCIO und EDITION ABSEITS erschienen, dokumentieren diese stilistisch differenzierte Auseinandersetzung mit Repertoire des Barocks bis hin zur Moderne, das Standardwerke wie Raritäten gleichermaßen umfasst.

Kolja Lessings weltweite Konzert- und Aufnahmetätigkeit als Geiger und Pianist beinhaltet sowohl die Zusammenarbeit mit führenden Orchestern unter Dirigenten wie Yakov Kreizberg, Nello Santi und Lothar Zagrosek als auch verschiedenste kammermusikalische Projekte. Dabei ziehen seine thematisch strukturierten Solorecitals besondere Aufmerksamkeit auf sich. In Anerkennung seines Engagements für verfemte Komponisten wurde ihm 1999 der Johann-Wenzel-Stamitz-Sonderpreis verliehen, 2008 erhielt er den Deutschen Kritiker-Preis für Musik.

Zahlreiche Uraufführungen von Violinwerken, die Komponisten wie Haim Alexander, Abel Ehrlich, Jacqueline Fontyn, Berthold Goldschmidt und Hans Vogt eigens für Kolja Lessing schrieben, widerspiegeln sein internationales Renommee ebenso wie regelmäßige Einladungen zu Meisterkursen in Europa und Nordamerika.
Bereits 1989 wurde er als Professor für Violine und Kammermusik an die Würzburger Musikhochschule berufen, seit dem Jahre 2000 wirkt er in gleicher Funktion an der Musikhochschule Stuttgart.
Seine eigene grundlegende musikalische Ausbildung erhielt Kolja Lessing bei seiner Mutter und später bei Hansheinz Schneeberger in Basel, wo er sich auch kompositorischen Studien widmete. Prägende künstlerische Anregungen gewann er darüber hinaus aus der Zusammenarbeit mit Berthold Goldschmidt, Ignace Strasfogel und Zoltán Skézely.