Veranstaltungsdetails

Sun, 21. September 2008 - 17:00 Uhr: Gelber Saal

Margot Oitzinger, Sopran
Barbara Reiter, Violoncello
Elke Eckerstorfer, Cembalo

Der Wiesen Pracht mich fröhlich macht
Heitere Natur-Arien aus dem Barockzeitalter

Die ursprünglich geplanten "Barocktänze im Ballsaal" können leider in diesem Jahr nicht stattfinden und sollen im Oktober 2009 nachgeholt werden.

Programm:

Heinrich Albert (1604-1651): Der Wiesen Pracht, mich fröhlich macht


Giovan Domenico da Nola (1510-1592): Chichilichichi-Cucurucucu


Heinrich Albert: Die Jungfrau mit dem Rosenstock


Clément Janequin (~1485-1558): Herbes et fleurs


Friedrich von Spee (1591-1635): In grünem Wald ich neulich saß


Heinrich Albert: Herbstlied


Gioseppe Caimo (1545-1584): Mentre il cuculo il suo cucu cantava


Clément Janequin: Va rossignol


Heinrich Albert: Wald-Gesang


Josquin des Prez (~1437-1521): El grillo ? bon cantore


Cl?ment Janequin: Amour cruel de sa nature Nature ornant la dame


Johann Wolfgang Franck (1644-1710): Vergänglichkeit


Andrea Gabrieli (~1510-1586): Due rose fresche e colte in Paradiso


Bartolomeo Tromboncino (~1470-1535): Aqua non e l humor che versan gli occhi


Clément Janequin: D’un seul soleil


Barbara Strozzi (1619-1677): A donna bella e crudele


Gabriel Voigtländer (~1591-1643): Weibernehmen ist kein Pferdekauf


Barbara Reiter
Die aus Österreich stammende Barbara Reiter begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von acht Jahren. Am Linzer Brucknerkonservatorium studierte sie schließlich Violoncello bei Professor Michael Dallinger. Ihr Studium schloss Barbara mit Auszeichnung ab. Ihre Liebe zur Barockmusik ließ sie vorerst zur Viola da Gamba (mit José Vazquez an der Wiener Musikhochschule) und dann zum Barockcello greifen - was zur Begegnung mit Catharina Meints führte, bei der sie von Herbst 2000 bis Sommer 2002 am Conservatory of Music in Oberlin (USA) Barockcello studierte. Im Mai 2002 schloss Barbara Reiter das Postgraduate Studium dank eines Voll-Stipendiums des Oberlin Conservatory mit dem Artist Diploma ab. Barbara Reiter wurde in den vergangenen Jahren von verschiedensten Ensembles und Orchestern eingeladen, mitzuwirken. Als Solistin und vor allem als Barockmusikerin konzertierte sie in bedeutenden Orchestern und Ensembles wie z.B. Apollo´s Fire (The Cleveland Baroque Orchestra), Dresdner Barockorchester, Lauttencompagney Berlin, Wiener Akakdemie, L´Orfeo, Haydn Akademie, Batzdorfer Hofkapelle, Sweelinck Players (London), Musical & Amicable Society (England), Ensemble Barucco, chordae freybergensis, Cellivio, Brucknerorchester Linz und andere. Mit dem European Union Baroque Orchestra (EUBO) unter dem Dirigenten Roy Goodman unternahm Barbara in der Saison 2001 ausgedehnte Konzerttourneen durch ganz Europa. Aus dieser Zeit nahm Barbara viele Freunde mit. Freunde, mit denen sie im Frühjahr 2002 das paneuropäische Barockensemble “Bizzaries” gründete, welches seither Konzerte in Nordamerika, England, Deutschland, Tschechien und Österreich gab und gibt. 2003 war das Ensemble Finalist der EMN International Young Artists Competition. Barbaras große Leidenschaft - das Continuo-Spiel – führte zur Mitwirkung bei der Oper "Le Pouvoir de l’Amour" von J.N.P.Royer, einer Erstaufführung seit dem Jahr 1745. "Standout solo playing!" schrieb das Wall Street Journal. Zahlreiche Aufnahmen - sowohl CD-Produktionen die unter den Labels Raumklang, Carus, Koch International Records und ORF erschienen sind - als auch Radioproduktionen für den ORF, NDR, WDR und die BBC. Seit 2004 hat sie regelmäßige Verpflichtungen am Dresdener Berockorchester, seit Herbst 2007 lebt und arbeitet Barbara in Den Haag.

Margot Oitzinger
Margot Oitzinger wurde in Graz geboren und begann ihre musikalische Ausbildung mit Querflöte am Johann-Josef-Fux Konservatorium in Graz. Sie studierte Sologesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz bei Annemarie Zeller, Rosemarie Schmied und Tom Sol. 2002 verbrachte sie ein Auslandssemester am ‚conservatorio della Svizzera Italiana’ bei Luisa Castellani. Im Februar 2004 erhielt sie den Ira-Malaniuk-Förderpreis. Sie absolvierte mehrere Meisterkurse im Barock- und Renaissancegesang bei Jill Feldman, Emma Kirkby, Wolf Matthias Friedrich und Marius von Altena. Sie ist Gewinnerin des zweiten Preises des Internationalen Barockgesangswettbewerbs in Chimay (Belgien) 2006. Vor allem im Bereich Kirchenmusik und Oratorium ist Margot Oitzinger oft zu hören. Ihr Repertoire reicht hier unter anderen von den Werken Bachs und Händels über die von Mozart und Haydn bis zu den Oratorienwerken der Romantik und Moderne. Sie war bislang mit Orchestern wie dem Concerto Copenhagen, dem L’Orfeo Barockorchester, der Wiener Akademie, der Capella Savaria, dem Concerto Tivoli, dem Bach Consort Wien und der Cappella Leopoldina zu hören. Neben zahlreichen Lieder- und Chansonabenden war sie auch in Opernpartien wie dem Bastien in Mozarts Bastien und Bastienne, der Tangia in Glucks Le Cinesi und dem Apollo in Fux’ Dafne in Lauro zu sehen. Die Rolle der Lisetta in Haydns Il mondo della Luna verkörperte sie an der Kammeroper Graz und bei den Donaufestwochen in Schloß Greinburg stellte sie die Matilda in Händels Ottone dar. Margot Oitzinger tritt als Solistin und Ensemblesängerin bei Festivals wie dem Händelfestival in Halle, der Styriarte, Psalm, dem ‚steirischen Herbst’, der ‚jeunesse’ oder ‚Bach XXI’ auf. Ihre Konzert-, Liederabend- und Opernauftritte finden in ganz Österreich statt, sowie auch in Italien, Deutschland, Schweiz, Bulgarien, Philippinen und Singapur.

Elke Eckerstorfer
Elke Eckerstorfer stammt aus Wels, Oberösterreich, besuchte das Linzer Musikgymnasium und begann ihr Klavierstudium am Brucknerkonservatorium. An der Universität für Musik in Wien studierte sie Orgel bei Rudolf Scholz und Michael Radulescu und Klavier bei Antoinette VanZabner. 2000/01 führte sie ein Studienaufenthalt an das Conservatoire National Supérieur de Paris in die Orgelklasse von Michel Bouvard und Olivier Latry. Zur Zeit studiert Elke Eckerstorfer Cembalo bei Wolfgang Glüxam und Generalbaß bei Augusta Campagne. Die Musikerin ist mehrfache Preisträgerin bei nationalen und internationalen Wettbewerben. (u.a. 2. Preis und Publikumspreis beim XIV internationalen Johann Sebastian Bach Wettbewerb in Leipzig 2004.) Als Organistin konzertierte sie u.a. im Mariendom und Brucknerhaus Linz, Stephansdom Wien, Cathedral de Bourges, Notre Dame de Paris, Basilica Pécs, Händel Haus Halle, Musikhochschule Kunitachi in Tokyo. Solistisch trat sie mit den Philharmonischen Orchestern Erfurt und Kiel, dem Brucknerorchester, dem Linzer Jeunesse Orchester und der Hochschulsinfonietta Wien auf. 2006 erschien ihre CD mit dem gesamten Orgelwerk von Balduin Sulzer. Elke Eckerstorfer unterrichtet in der Musikschule Maria Anzbach und ab Herbst 2008 an der Universität für Musik in Wien.